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Kim Young Sam gibt nach

■ Dialog mit Süd-Koreas Opposition

Seoul (dpa) – Der südkoreanische Präsident Kim Young Sam hat angesichts der Arbeiterunruhen gestern einem Dialog mit der Opposition über das umstrittene neue Arbeitsgesetz zugestimmt. Die Oppositionsparteien forderten wiederholt die Zurücknahme des Gesetzes und ein Gespräch mit Kim über die Krise im Land. Kim hatte dies bisher abgelehnt.

Das Treffen zwischen ihm und den Vorsitzenden des Nationalen Kongresses für Neue Politik (NCNP) und der Vereinigten Liberal-Demokraten (ULD) soll heute im Präsidentenpalast stattfinden. Teilnehmen wird auch der Vorsitzende der regierenden Neuen Korea Partei (NKP).

Seit der einseitigen Verabschiedung des Gesetzes am 26. Dezember hat die Opposition die Kontakte zur Regierungspartei eingefroren und die Parlamentsverhandlungen boykottiert. Die NKP hatte das Arbeitsgesetz zusammen mit einem Gesetz zur Ausweitung der Befugnisse des Geheimdienstes in Abwesenheit der Opposition verabschiedet. Diese verurteilte das Vorgehen der NKP als „Ein-Partei-Diktatur“.

Das Arbeitsgesetz, das die Entlassung von Arbeitern und die Verlängerung der Arbeitszeit erleichtert, löste über drei Wochen dauernde Streiks aus. Am Samstag kündigte der unabhängige Gewerkschaftsverband KCTU eine teilweise Streikaussetzung bis zum 18. Februar an. Gestern wurde im Industrie- und öffentlichen Bereich wieder normal gearbeitet.

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