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Keine Störfall in der Elbmarsch

■ Neue Untersuchungen der Leukämieerkrankungen von Kindern

Die schleswig-holsteinische Expertenkommission zur Aufklärung der Leukämiefälle in der Elbmarsch hat nach der Analyse von Baumscheiben keinen Anhaltspunkt für einen unentdeckten Störfall in der Region gefunden. Die Schwärzungen auf dem umstrittenen Röntgenfilm der Baumscheiben seien nicht auf einen erhöhten Tritiumgehalt der Hölzer zurückzuführen, teilte der Kieler Umweltminister Berndt Heydemann (parteilos) am Freitag nach der Sitzung der Kommission in Kiel vor Journalisten mit.

Die ursprüngliche Arbeitshypothese der Bremer Physikerin Inge Schmitz-Feuerhake, eine eventuell erhöhte Tritiumbelastung in den Jahresringen der Baumscheiben stehe mit der erhöhten Leukämierate in Verbindung, habe sich nicht bestätigt. Die Wissenschaftlerin hatte in den vergangenen Monaten den Verdacht geäußert, ein bisher unbekannter Störfall in den atomtechnischen Anlagen bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) habe das verstärkte Auftreten von Blutkrebs verursacht.

In der Elbmarsch sind zwischen 1989 und 1991 sieben Kinder und Jugendliche an Blutkrebs erkrankt, eine Rate, die weit über dem Landesdurchschnitt liegt. Drei von ihnen sind gestorben. Sowohl Niedersachsen als auch Schleswig-Holstein haben Fachkommissionen zur Aufklärung der Leukämieerkrankungen eingerichtet und umfangreiche Untersuchungsprogramme gestartet.

dpa

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