: Keine Entschädigung für Atombombenopfer
London (taz) - Britische Soldaten, die an den Atombombentests auf den Weihnachtsinseln in den fünfziger Jahren teilgenommen haben, waren „keiner höheren Strahlenbelastung ausgesetzt, als wenn sie zu Hause geblieben wären“. Das hat ein britisches Gericht in Bradford in einem Präzedenzurteil entschieden. Die Familie von Derek Ramsden, der damals auf den Weihnachtsinseln im Indischen Ozean stationiert war und im letzten Jahr im Alter von 52 Jahren an Speiseröhrenkrebs gestorben ist, hatte auf Entschädigung geklagt. Im Gegensatz zu Großbritannien ist in den USA diese Krebsart als Spätfolge von Atombombentests als „entschädigungswürdig“ anerkannt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen