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Keine EU-Debatte über „Prestige“

MADRID epd ■ Spanien möchte eine Untersuchung über das Schiffsunglück des Öltankers „Prestige“ im Europaparlament verhindern. Die am 23. September vom Parlament der Europäischen Union beschlossene Kommission solle sich auf Wunsch der spanischen Regierung lediglich allgemein mit der Sicherheit auf den Meeren beschäftigen, berichtete die spanische Tageszeitung El País in ihrer gestrigen Ausgabe. Darauf habe Spaniens Außenministerin Ana Palacio am Montag bei Besuchen bei EU-Parlamentspräsident Pat Cox sowie beim Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volksparteien, Hans-Gert Pöttering, gedrängt. Der nach offiziellen Angaben mit 77.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker „Prestige“ war im November vergangenen Jahres vor der nordwestspanischen Küste gesunken. Das Öl verseuchte weite Teile der nordspanischen und der französischen Küste. Zuvor hatten die Behörden dem havarierten Schiff die Aufnahme in einem spanischen Hafen verweigert und schleppten es stattdessen aufs offene Meer hinaus. Diese Entscheidung wurde in der spanischen Öffentlichkeit heftig kritisiert.

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