: Kapitalismus in roher Form
Ein „Pyramiden-Investment-Fonds“ funktioniert ähnlich wie ein Kettenbrief. Der erste „Investor“ bekommt als Zins das Geld, das die nächsten Einleger einbringen. Diese Kette wird entsprechend fortgesetzt. Dabei werden die letzten zehn- oder hunderttausend Einleger zwangsläufig um ihre Einlagen geprellt. Im Gegensatz zum Kettenbrief steigen die Initiatoren des „Fonds“ nicht nach der 5. oder 6. Runde aus, sondern zocken als Spitze der Pyramide ab, solange die Sache läuft. Während diese „Fonds“, die Renditen bis zu 30 Prozent im Monat versprechen, in Ländern wie Ungarn und Polen nur eine unbedeutende Randerscheinung sind, haben sie in rückständigen Gesellschaften wie Rußland und Rumänien zu größeren Skandalen und jetzt in Albanien sogar zur Staatskrise der „jungen Demokratie“ geführt. ag
Nur noch 460 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen