piwik no script img

Joshua schlägt sich so durch

Anthony Joshua trifft Foto: ap

Ein K. o. lässt kaum noch Diskussionen zu, weiß man im Boxen. Und Anthony Joshua aus Großbritannien hat in der Nacht zum Sonntag alles klargemacht. Der Schwergewichtler mit drei WM-Gürteln der unübersichtlichen Profiboxszene schlug Alexander Powetkin aus Russland vor über 80.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion in der siebten Runde k. o. Joshua bleibt Titelträger der ernsthaften Verbände WBA, WBO und IBF, ist in 22 Kämpfen unbesiegt und darf sich somit ziemlich unumstritten bester Schwergewichtsboxer nennen. Joshua will nun im April 2019 gegen den WBC-Champion Deontay Wilder (USA) kämpfen. Dann hätte er die Titel der vier wichtigsten Verbände. „Nun habe ich auch meine K.-o.-Serie zurück“, fügte der 28-Jährige Joshua einen weiteren Aspekt des Selbstlobs an. Erst im 21. Profikampf hatte er nämlich einmal über die vollen zwölf Runden gehen müssen, vorher – und ab jetzt wieder – hat Joshua alles per K. o. weggeräumt. Wie Gegner Powotkin ist Joshua Olympiasieger – er 2012, der Russe schon 2004: Und für Powotkin war der K. o. am Samstag die erst zweite Niederlage in seiner Profikarriere. Entsprechend schwer war der Kampf für Joshua, der erst im Verlauf des Kampfs dominieren konnte: Der K. o. in der siebten Runde – eine Rechte ans Kinn, daraufhin ein paar Schlagkombinationen, die zu zwei Niederschlägen führten – war folgerichtig. Joshua wird übrigens vom Verband IBF als „Super Champion“ geführt, sozusagen: eins besser als Weltmeister. Den WM-Titel der IBF hat Manuel Charr aus Deutschland. Der aber wurde für seinen WM-Kampf gegen Fres Oquendo wegen einer positiven Dopingprobe gesperrt.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen