Japan verlängert Laufzeit für zwei AKW: 20 Jahre mehr für Uraltmeiler
Für zwei in den 1970er-Jahren in Betrieb genommene Reaktoren wurde die Laufzeit um 20 Jahre verlängert. In Japan sind derzeit nur zwei Reaktoren am Netz.
Foto: reuters
dpa | Japans Atomaufsicht hat einer Laufzeitverlängerung zweier Reaktoren um 20 Jahre zugestimmt. Die Reaktoren 1 und 2 im Kernkraftwerk Takahama westlich der Hauptstadt Tokio dürfen laut der Entscheidung vom Montag weiter betrieben werden, obwohl sie bereits mehr als 40 Jahre alt sind.
Der Betrieb von Reaktoren ist durch neue Sicherheitsauflagen nach der Atomkatastrophe in Fukushima vom März 2011 auf 40 Jahre begrenzt. Eine Verlängerung um 20 Jahre ist aber möglich, wenn die Atomaufsicht zustimmt.
In Takahama stehen die Reaktoren derzeit still. Die 1985 in Betrieb genommenen Reaktoren 3 und 4 waren zwischenzeitlich wieder angefahren worden. Ein Gericht setzte den Betrieb vor wenigen Monaten allerdings wegen „problematischer Punkte“ und „Fragen“ unter anderem zum Schutz vor Tsunamis und Evakuierungsplänen wieder aus. Nur zwei der 48 kommerziellen Reaktoren Japans sind derzeit in Betrieb.
Die japanische Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe strebt einen Anteil der Atomenergie an der Stromversorgung von 20 bis 22 Prozent bis zum Jahr 2030 an. Abes Vorgänger Yoshihiko Noda hatte 2012 noch einen Plan zum Atomausstieg verkündet. Bis zum Fukushima-Unglück hatten die Kernkraftwerke knapp 30 Prozent des Strombedarfs Japans gedeckt.
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