: Jahresrückblick Film von: Thomas Arbeitshauser
Thomas Abeltshauser taz-Autor
„Tótem“. So todtraurig und zugleich voller Leben, wie die Mexikanerin Lila Avilés vom wohl letzten Geburtstag eines jungen Vaters erzählt, durch die Augen seiner siebenjährigen Tochter, macht „Tótem“ zum Kinowunder des Jahres.
„Anselm – Das Rauschen der Zeit“. Man muss Anselm Kiefer nicht mögen, um Wim Wenders’immersive 3-D-Erkundung durch Werk und Leben des streitbaren Monumentalkünstlers mit Gewinn und Genuss zu sehen.
„The Bear“. Wie Carmy und seine Crew die Chicagoer Imbissbude in Staffel 2 zum Sternerestaurant ummodeln und zwischen Chaos und Fokus, Trauma und Solidarität hantieren, ist ein Gesamtkunstwerk für alle Sinne. Thank you, chef!
„Freaks“. Tod Brownings Film von 1932 über die Stars einer Kuriositätenschau sah noch nie so gut aus wie in der neuen Criterion-DVD-Box. Die Entdeckung: die Frühwerke „The Unknown“ und „The Mystic“. Gooba Gabba Gooba Gooble!
„John Waters: Pope of Trash“. Ein gutes Jahr für den Bad-Taste-Maestro: Hollywood verneigt sich mit einem Stern auf dem Walk of Fame und großer Werkschau im Academy Museum. Im Katalog Hunderte Fotos, Schmutz und Raritäten.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen