: Jahresrückblick Film von: Arabella Wintermayr
Arabella Wintermayr taz-Autorin
„Everything Everywhere All at Once“. Was, wenn es mich nicht nur ein einziges Mal gibt, sondern unzählige Versionen von mir im Multiversum? Irres Sci-Fi-Drama über Absurdität und Schönheit des Lebens.
„Nelly & Nadine“. Nelly ist Sängerin und im KZ Ravensbrück inhaftiert. Nadine hört sie singen und ist verliebt. Sie verbringen ihr restliches Leben geheim miteinander. Ein berührendes Zeitzeugnis.
„Irma Vep“. Eine warmherzige Satire auf das Filmgeschäft und ihre eitlen Gestalten, sperrig und anfangs absolut unzugänglich. Anders gesagt: wohltuendes Kontrastprogramm im Streaming-Einerlei.
„The Handmaid’s Tale“. Elisabeth Moss kämpft in ihrer zweiten Charakterrolle nach „Mad Men“ weiter gegen einen biblischen Staat. Die Dystopie nach Margaret Atwood bleibt auch in der 4. Staffel brisant.
„Dance Fever“. Mal erblickt sie in einer Narzisse eine strahlende Zukunft, mal weint sie in eine Müsli-Schale. „I try to still look with wonder on the world,“ singt Florence Welch treffend auf ihrem 5. Album.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen