Israelische und palästinensische Luftangriffe: Die Gewalt nimmt weiter zu
Israel bombardiert Ziele der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen. Am Samstagabend wurde ein palästinensischer Raketenangriff gemeldet.
AP/AFP | Nach einem palästinensischen Raketenangriff auf Israel hat das israelische Militär nach eigenen Angaben Ziele der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen bombardiert. Ins Visier genommen worden seien eine Einrichtung zur Waffenherstellung und ein unterirdischer Tunnel der Hamas, teilte das Militär am Sonntag mit. Während der israelischen Luftangriffe seien weitere Geschosse über die Grenze nach Israel abgegeben worden.
Wer hinter dem Raketenangriff auf den Süden Israels am Samstagabend steckte, war zunächst unklar. Die Rakete landete auf einem offenen Feld nahe der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen.
Im Süden Israels ist am Samstagabend eine Rakete aus dem Gazastreifen eingeschlagen. Opfer oder Schäden gab es aber nicht, wie die israelische Armee mitteilte. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Raketenangriff. Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad hatte Israel aber mit Vergeltung gedroht, nachdem bei einem Armeeeinsatz in Dschenin im besetzten Westjordanland am Donnerstag zwei ihrer Kämpfer getötet worden waren.
Nach Angaben aus dem Gazastreifen beschoss die israelische Armee kurz nach dem Einschlag der Rakete zwei Beobachtungsposten der radikalislamischen Hamas östlich von Gaza.
Die Gewalt hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen, insbesondere im Westjordanland. Nach tödlichen Angriffen in Israel im März und April gab es in dem Palästinensergebiet zahlreiche Razzien der israelischen Armee, bei denen es oft zu Zusammenstößen kam. Nach UN-Angaben wurden in diesem Jahr schon mindestens 145 Palästinenser und 26 Israelis getötet.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert