piwik no script img

Islamistischer Angriff auf US-Militär„Wir sind in euren Computern“

Das Twitter-Konto der US-Armee wurde kurzzeitig von Hackern aus dem Umfeld des IS übernommen. Zudem stellten sie eine Liste mit Privatadressen von Generälen online.

WASHINGTON afp/rtr | Eine Hackergruppe, die sich auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beruft, hat ein Twitter-Konto des US-Militärs gekapert und dort interne Dokumente veröffentlicht. Betroffen von der Cyberattacke auf den Onlinedienst am Montag war das US-Militärkommando Centcom, das den Einsatz gegen den IS im Irak und in Syrien steuert. „Der IS ist schon hier, wir sind in Euren Computern, in jedem Militärstützpunkt“, schrieben die mutmaßlichen Dschihadisten auf dem Twitter-Konto des Centcom.

Die Hacker bezeichneten sich als „Cyber-Kalifat“ und stellten vertrauliche Dokumente der US-Armee online, darunter eine Liste mit den Privatadressen von Offizieren. Der Twitter-Account des Central Command zeigte das Bild eines vermummten Dschihadisten und den Schriftzug „i love you isis“.

Das US-Militärkommando sperrte daraufhin seinen Twitter-Auftritt. Außerdem kaperte das „Cyber-Kalifat“ das Konto von Centcom beim Online-Videodienst Youtube und lud dort ein Propaganda-Video des IS hoch.

Die IS-Miliz eroberte im Zuge des Bürgerkrieges in Syrien weite Regionen des Landes und fiel auch in den benachbarten Irak ein. Die Dschihadisten errichteten in den von ihnen kontrollierten Gebieten einen islamischen Gottesstaat, das sogenannte Kalifat. Sie wollen eine kompromisslose Auslegung der religiösen Gesetze der Scharia durchsetzen und begehen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Karl Kraus

    Ich fordere sofortiges Durchdrehen und die noch totalere Totalüberwachung des Internet. Aktivitäten, die verdächtig werden könnten, werden eingesperrt und ohne Angabe von Gründen an ihrem Aktivitätsein gehindert.