: Iran lässt zwei Journalisten frei
TEHERAN afp ■ Zwei zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilte iranische Journalisten sind gestern gegen Kaution vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden. Wie der Journalist Issa Sahar-Khis gegenüber AFP sagte, kamen seine seit 27 Monaten inhaftierten reformorientierten Kollegen Akbar Gandschi und Emadeddin Bagi gegen jeweils 25.000 Euro Kaution zunächst für eine Woche frei. Gandschi war wegen Teilnahme an der Berliner Iran-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung vom April 2000 wegen „Gefährdung der Staatssicherheit“ zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte Kreise um Exstaatspräsident Ali Akbar Rafsandschani für den Mord an Oppositionellen Ende 1998 verantwortlich gemacht. Bagi verbüßt eine dreijährige Haftstrafe wegen „regierungsfeindlicher Propaganda“.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen