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Iran für Eingreifen islamischer Länder

Algier (AFP) – Die iranische Regierung hat ihre bisherige Haltung gegenüber den radikalen Islamisten in Algerien geändert und zu einem Ende der Massaker aufgerufen. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) solle aktiv werden, um das „ungerechtfertigte“ Blutvergießen in dem nordafrikanischen Land zu beenden, sagte der iranische Außenamtssprecher Machmud Mohammadi am Sonntag nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Mohammadi betonte, die Massaker könnten mit dem muslimischen Glauben nicht gerechtfertigt werden. „Kriminelle Operationen“ schadeten dem Ansehen des Islam.

Teheran werde „internationale Anstrengungen“ zur Verhinderung weiterer Massaker unterstützen, sagte der iranische Außenamtssprecher. Deshalb plädiere die Regierung in Teheran für ein Eingreifen der islamischen Staaten in Algerien. Im Dezember findet in Teheran ein OIC-Gipfel statt. Die iranische Regierung hatte bislang stets erklärt, Teheran unterstütze die Fundamentalisten „moralisch“ und stelle sich hinter deren Ziele.