: Indonesiens Mob zündelt
■ Mindestens fünf Tote bei Hunger-Unruhen
Jakarta (AFP) – Bei Protesten gegen die Preissteigerungen in Indonesien wurden am Wochenende mindestens fünf Menschen auf Java und Lombok getötet. Eines der Opfer soll von einem Polizisten in den Kopf geschossen worden sein. Die Proteste richten sich besonders gegen die chinesischstämmige Minderheit. Das indonesische Finanzministerium schürte den Haß noch, indem es bekanntgab, die sieben größten Steuerzahler des Landes seien Chinesen, gefolgt von zwei Kindern von Präsident Suharto. In mehreren Städten wurden Geschäfte geplündert und katholische Kirchen angezündet. Wegen der schleppenden Reformen drohte der IWF, ein Hilfsprogramm über 43 Milliarden Dollar zu stoppen. Jakarta bat Japan um 500.000 Tonnen Reis, um eine Hungersnot abzuwenden. Bericht Seite 9
Nur noch 460 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen