■ Im schwersten Fall von Kunsthehlerei: Zyprische Kirchenkunst sichergestellt
München (dpa/taz) – Im nach Polizeiangaben bisher schwersten Fall von Kunsthehlerei hat das bayrische Landeskriminalamt gestohlene byzantinische Kirchenkunst im Wert von mehr als 60 Millionen Mark sichergestellt. Die rund 30 Fresken, Mosaike und Ikonen sind nach der Besetzung Nord-Zyperns durch die Türkei aus einer griechisch- orthodoxen Kirche und einem Kloster gestohlen worden. Ein 60jähriger Türke, in dessen Wohnungen die Kunstwerke Ende der vergangenen Woche gefunden wurden, ist wegen des Verdachts der Hehlerei verhaftet worden. Wann und auf welchem Weg sie nach München kamen, weiß die Polizei noch nicht. Die Münchner Behörden gehen davon aus, daß die Kunstwerke nach Abschluß der Ermittlungen der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben werden. Die zyprischen Behörden beklagen seit Jahren den systematischen Raub von Kulturgütern im besetzten Teil. Sie werfen den dortigen Behörden eine Mitschuld an den Plünderungen vor. klh
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