: „Ich will einen Dialog über Kultur und Klimapolitik in Bewegung setzen“
„2022 war ich bei einem Camp für Klimagerechtigkeit in Tunesien, wo ich Kontakte zu Greenpeacemitarbeiter*innen knüpfte. Diese luden mich ein, der Jugenddelegation für die COP 27 beizutreten. Jugendliche aus dem Nahen Osten und Nordafrika (Mena) sind in der Klimapolitik erheblich unterrepräsentiert. Mein Ziel ist es, dieses Ungleichgewicht zu beseitigen. Wir sind in der Mena-Region nicht aufmerksam genug für die Klimakrise. Das wird dadurch verstärkt, dass in Diskussionen oft Begriffe verwendet werden, die nicht direkt ins Arabische übersetzt werden können – wie „just transition“ („gerechter Wandel“) oder „loss and damage“ („Verluste und Schäden“). Das macht die Kommunikation schwerer. Auf der COP 28 hoffe ich, einen Dialog in Bewegung setzen zu können, der die Klimapolitik mit unserem kulturellen Kontext verbindet. Ich möchte mich mit der Verbindung zwischen Klimaschutz und Religion beschäftigen und dem mobilisierenden Potenzial des Glaubens auf die Spur kommen. Ich will Menschen aus der Mena-Region befähigen, Veränderungen anzuschieben, statt auf externes Eingreifen zu warten.“
Protokoll: Franziska Betz
Foto: privat
Fatima-Zahrae Tarib ist Klima- und Greenpeace-Aktivistin aus Marokko.
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