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„Ich will den Widerspruch des Lebens leben“

Ilona Bubeck, 45, ist Verlegerin in Berlin. „Bücher haben mir immer Anstöße gegeben und mein Leben verändert“, sagt Ilona. Zusammen mit einem schwulen Kollegen betreibt sie seit zwei Jahren den „Querverlag“, der lesbisch-schwule Bücher herausgibt. „Wir müssen neue Bündnisse eingehen, um etwas zu erreichen“, sagt Ilona. Vom Leben im Ghetto der Frauenbewegung hält sie nichts, obwohl sie wie fast alle Frauen ihrer Generation dort politisch angefangen hat in den siebziger Jahren. Mit ihrer Freundin lebt sie seit dreieinhalb Jahren trotzdem in einem der letzten Frauenprojekthäuser Berlins. Dort gibt es wenigstens einen kleinen Garten und etwas Vogelgezwitscher. Denn eigentlich würde Ilona am liebsten mit ihrer Freundin ganz aufs Land ziehen und zum Beispiel Schafe, Ziegen und mindestens zehn Katzen haben. „Das Leben ist ein Widerspruch – den will ich leben, auch wenn das viele Menschen nicht ertragen.“Foto: Christiane von Enzberg/G.A.F.F.

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