Übernahme von Eigenanteilen: Pflegekosten für Kommunen um 33 Prozent gestiegen
Wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können, übernehmen die Kommunen die Kosten. Dadurch verschärft sich die Finanznot weiter.
Foto: Christoph Schmidt/dpa
epd | Die von den Kommunen gezahlte „Hilfe zur Pflege“ ist einem Zeitungsbericht zufolge innerhalb von zwei Jahren um ein Drittel gestiegen. Wie der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger, der Augsburger Allgemeinen (Dienstag) sagte, seien diese Kosten bundesweit von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 6 Milliarden im vergangenen Jahr gewachsen – ein Plus um 33 Prozent.
Die Sozialämter zahlen die „Hilfe zur Pflege“ laut dem Bericht, wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können. Berghegger sagte der Zeitung, dieser Posten gehöre zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen und verschärften vielerorts die Finanznot von Städten sowie Gemeinden.
Der kommunale Spitzenverband plädierte für einen „Sockel-Spitze-Tausch“: Berghegger forderte, „dass zukünftig alle Pflegebedürftigen einen fixen Eigenanteil zahlen und die darüber hinausgehenden Kosten dann von der Pflegekasse übernommen werden“.
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