: Hochschulplanung von oben
■ Statusgruppen der Uni Oldenburg an Planung nicht beteiligt
Hochschulplanung von oben
Statusgruppen der Uni Oldenburg an Planung nicht beteiligt
Die Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg plant ihre Zukunft ohne die verschiedenen an der Uni vertretenen Statusgruppen. „Hoffnungslose Eigenmächtige Planungspleite“ war auf einem, von Studierenden gehaltenen Transparent zu lesen womit nach Meinung der Studierenden der als HEP abgekürzte „Bericht der Planungsgruppe des Präsidenten zur Hochschulentwicklungsplanung“ besser bezeichnet worden wäre.
Nach rund vier Jahren Arbeit hat die zum Ende aus fünf ehemaligen Vizepräsidenten bestehende Arbeitsgruppe jetzt ihre Ergebnisse einer breiteren Hochschulöffentlichkeit vorgestellt und sich der teilweise vernichtenden Kritik gestellt.
Die Frauenbeauftragte Deidre Graydon kritisierte vor allem die „völlige Ignoranz von Frauen spezifischen Problemen und Fragestellungen“ und das Fehlen von Frauen in der Beratungsgruppe. Ihre kurze Rede konnte sie erst halten, nach dem sie während der Veranstaltung Rederecht beantragt hatte, da sie offiziell nicht einmal zu diesem Zeitpunkt dazu eingeladen worden war.
Der einzige Studentische Redner Felix Kohn, der für den Arbeitskreis Bildungsreform sprach, kritisierte, daß „Studierenden als größte Statusgruppe dieser Uni kein Mitspracherecht hatten, und das an einer Uni, „die es ohne uns gar nicht gäbe.“ Zum Schluß seiner Rede beförderte er den Bericht mit einem lauten HEPP in einen bereit gehaltenen Papierkorb, wo er nach Meinung vieler am besten aufgehoben ist. SEM
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