piwik no script img

Hilfe für die Hungernden aus der Luft

■ Rescue Committee will über Kosovo Lebensmittel abwerfen

Berlin (taz) – Ab Anfang dieser Woche sollen Vertriebene auch innerhalb des Kosovos aus der Luft mit Lebensmitteln versorgt werden. Eine US-amerikanische Hilfsorganisation, das International Rescue Committee, kündigte am Freitag in New York an, daß zwei in den USA gecharterte Transportmaschinen von Italien aus zweimal pro Tag ins Kosovo fliegen sollen, um Lebensmittel über der Provinz abzuwerfen.

Die Flüge wurden der Belgrader Regierung von den UN sowie durch ein Schreiben an die UN-Mission Jugoslawiens angekündigt. Belgrad hat noch keine Überflugerlaubnis erteilt.

Hilfsorganisationen haben in den vergangenen Wochen immer wieder auf die etwa 600.000 im Kosovo hungerndenAlbaner hingewiesen. Die Nato hatte kurzfristig erwogen, Lebensmittel abzuwerfen, fand aber keinen Weg, die Hilfsgüter gezielt zu den Binnenflüchtlingen zu liefern, und ließ den Plan fallen. Die Gefahr für die Piloten sei zu groß, hieß es.

Das International Rescue Committee wurde 1933 von Albert Einstein gegründet. Es ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in den USA und steht Flüchtlingen in 26 Ländern bei. sf

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen