: Hilfe für den Kosovo
■ Von Hamburg aus starten Transporte mit Medizin und Kleidung. Heute Demo
Der Winter kommt, und mit ihm wird die Situation der albanischen Flüchtlinge im Kosovo katastrophal werden. Davon sind die in Hamburg lebenden und in mehreren Vereinen organisierten AlbanerInnen überzeugt. Die Union der albanischen Studenten, „Illyria“, ruft deswegen für heute zu einer Demonstration in der Hamburger Innenstadt auf.
Der Organisator, Sufjan Halili, rechnet mit rund 5000 TeilnehmerInnen. Er will insbesondere auf die Schwierigkeiten hinweisen, auf die Transporte von Hilfsgütern in den Kosovo stoßen.
Zum einen, so Halili, fehle Geld. „Die Überfahrt eines LKWs kostet zwischen 5000 und 8000 Mark“, rechnet er vor. Zum anderen sei es schwierig, mit den Hilfsgütern zu den Menschen in den Krisengebieten vorzudringen. „Viele Menschen sind in die Wälder geflohen“, berichtet er. „Dort leben sie unter schlichten Plastikplanen.“ Da es im Kosovo bereits Schneefälle gegeben habe, benötigten diese Flüchtlige dringend Hilfe.
Von Hamburg aus schickt die Organisation „Hamburg hilft Kosovo“, eine Initiative des „Medikamentenhilfsprojekts Hamburger Klinikärzte e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem „Arbeiter-Samariter-Bund“ (ASB) Medikamente, Lebensmittel und Kleidung zu den albanischen Flüchtlingen. Hauptsächlich versorgen die Organisationen Krankenhäuser in der albanischen Hauptstadt Tirana und dem Hafenort Durres. Von dort aus werden die Hilfsgüter dann von der katholischen Kirche in den Kosovo weitertransportiert. ee
Die Demo beginnt heute um 11.30 Uhr am Hachmannplatz, die Schlußkundgebung findet um 13 Uhr auf dem Rathausmarkt statt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen