■ Heute vor fünf Jahren: Großaufmarsch
In Weimar, Meißen und Meiningen demonstrieren mehrere tausend Menschen für Demokratie und Umweltschutz. In Wittenberg werden die Forderungen der Opposition in sieben Thesen an die Rathaustür geheftet. In Leipzig hat tags zuvor eine halbe Million Menschen die gesamte Altstadt umzingelt. Dabei wurde die Dialog-Strategie der SED heftig kritisiert. Die „Aktuelle Kamera“ berichtete erstmals live vom Ort des Geschehens. Zudem wurde an diesem Abend die letzte Sendung des „Schwarzen Kanals“ mit Eduard von Schnitzler ausgestrahlt, der 30 Jahre lang gegen die BRD agitiert hatte.
Das ungarische Parlament spricht sich mit großer Mehrheit für eine Volksabstimmung über die Wahl des Staatspräsidenten aus. Ursprünglich war geplant, den Präsidenten in einer Direktwahl zu bestellen. Nun entscheiden die UngarInnen zunächst darüber, ob die Präsidentenwahl vor oder nach den Parlamentswahlen stattfinden soll. Die Initiative für die Volksabstimmung stammt vom „Bund Freier Demokraten“. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der Reformer Imre Pozsgay, den die neugegründete Ungarische Sozialistische Partei aufgestellt hat.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen