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Hektik nach Säureunfall

Giftwolke Gabelstapelfahrer beschädigt zeitgleich ätzende Schwefelsäure- und Salpetersäurefässer

Ein Säureunfall im Hafen hat am Montagmorgen Teile der Innenstadt in Aufruhr versetzt. Nach Angaben der Feuerwehr hatte der Fahrer eines Gabelstaplers in einer Lagerhalle in Steinwerder ein 1000-Liter-Schwefelsäurefass beschädigt. Dabei seien rund 500 Liter der giftigen Chemikalie ausgelaufen. Zudem sei ein weiterer Behälter mit Salpetersäure von einem Regal heruntergefallen und zerbrochen. 1000 Liter der ätzenden Flüssigkeit vermischten sich mit der Schwefelsäure und bildeten eine giftige Wolke.

Durch die Reaktion von Salpeter- und Schwefelsäure hätten sich gesundheitsschädliche Nitrosegase gebildet. Diese sammelten sich an der Decke des Depots. „Die Bevölkerung war zu keiner Zeit akut gefährdet“, betonte der Feuerwehrsprecher. Vorsorglich habe man Anwohner in den benachbarten Stadtteilen gebeten, Fenster und Türen zu schließen.

Das Gelände nahe der Köhlbrandbrücke war in einem Umkreis von 200 Metern evakuiert worden. Der toxische Rauch wurde mit Spezialtechnik der Feuerwehr aus dem Gebäude geleitet. 40 Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät und Schutzanzügen waren im Einsatz. Bei den Arbeiten sei festgestellt worden, dass die Entlüftungsanlage der Lagerhalle der Firma für Sonderabfall defekt war. (dpa)

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