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Hans Koschnick

„Ich bin kein Amerikaner. Ich darf rauchen“, entschuldigte sich Hans Koschnick beim Interview für die vielen Cigarillos. Man sieht dem 73-jährigen das in jeder Hinsicht anstrengende Leben, das er seit 1994 in wechselnden Funktionen auf dem Balkan lebte, kaum an. Es zog den Sozialdemokraten – sein Vater wurde als linker Gewerkschafter von den Nazis verfolgt – immer auch auf die internationale Bühne.

Dabei war sein längstes Amt das des Bürgermeisters von Bremen. In seine Regierungszeit von 1967 bis 1985 fielen die Straßenbahn-Unruhen, die Gründung der Bremer Universität, die Ansiedlung von Mercedes-Benz und die Stärkung des öffentlichen Dienstes druch das Personalvertretungsgesetz.

Später dann, 1994, wurde er so etwas wie der Bürgermeister von Mostar. Als EU-Administrator drang er tief in das zivile und politische Leben der bosnischen Stadt ein. 1996 entging er dort knapp einem Attentat.

Danach übernahm er die Aufgabe, für die Rückkehr der bosnischen Flüchtlinge unter vertretbaren Umständen zu sorgen. Nicht nur einmal legte er sich in dieser Zeit mit den zuständigen bundesdeutschen Ministerien an. Zuletzt wurde er im Auftrag der internationalen Gemeinschaft Flüchtlingsberater für den ganzen Balkan. Dieses Amt gibt Koschnick zum Jahresende ab. hey