Handelskonflikt: USA und China starten neue Handelsgespräche in Paris
Das Treffen gilt als Vorbereitung für einen Besuch von US-Präsident Trump in Peking. Die Länder-Delegationen beraten unter anderem über Zölle.
dpa | Vertreter der USA und Chinas haben in Paris eine neue Runde von Handelsgesprächen begonnen. Der Beginn der Konsultationen wurde von der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bestätigt. Das Treffen gilt als Vorbereitung für ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bei einem für Ende März geplanten Besuch Trumps in China.
Die chinesische Delegation wird von Vizepremier He Lifeng angeführt, einem engen Wirtschaftsberater von Xi. Die US-Seite wird von Finanzminister Scott Bessent und dem Handelsbeauftragten Jamieson Greer geführt.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund weiterhin angespannter Handelsbeziehungen statt. Washington hatte in dieser Woche neue Untersuchungen zu angeblichen Überkapazitäten in wichtigen Industrien angekündigt. Die Maßnahmen richten sich gegen zahlreiche Handelspartner, darunter auch China und die Europäische Union. China wies die Vorwürfe zurück und behielt sich Gegenmaßnahmen vor.
Zugleich sandte Peking aber auch versöhnliche Signale. In einem Kommentar der Parteizeitung Volkszeitung, hieß es, die neue Runde der Handelsgespräche solle „ein guter Start für eine positive wirtschaftliche Interaktion zwischen China und den USA in diesem Jahr“ sein.
Handels-Waffenstillstand nach Treffen in Südkorea
Es ist bereits die sechste Gesprächsrunde zum Handelskonflikt seit Beginn der zweiten Amtszeit von Trump. Washington hatte im vergangenen Jahr zusätzliche Zölle auf chinesische Waren verhängt. Peking reagierte mit eigenen Strafzöllen sowie Exportbeschränkungen für wichtige Rohstoffe, darunter kritische Mineralien.
Zwischenzeitlich hatten beide Seiten einen Teil der Maßnahmen zurückgenommen, nachdem sie sich bei einem direkten Treffen von Trump und Xi im vergangenen Herbst in Südkorea auf eine Art Waffenstillstand verständigt hatten.
Trotz dieser Entspannung bleiben zahlreiche Konfliktpunkte bestehen. Dazu zählen neben Zöllen auch Fragen der Industriepolitik, staatlicher Subventionen, Technologiekontrollen sowie gegenseitiger Marktzugänge. Unklar war zunächst, ob bei den Gesprächen auch der Krieg im Iran eine Rolle spielen würde. China bezieht einen erheblichen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.
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