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Hamburger Kinotips

Ein Stadtleben wie aus einer anderen und glücklicheren Welt mit Bewegungsfreiheit für die Kunst und viel Platz für die Liebe. Paris was a woman ist eine aufsehenerregende und bilderflutende Dokumentation über die Stadt an der Seine im ersten Drittel des Jahrhunderts und über Künstlerinnen, die sie wie Gertrude Stein, Djuna Barnes oder Gisèle Freund mit Nachdruck und Hingabe belebt haben.

Do, Fr, So, 26., 27., 29. Juni, 22.30 Uhr, Sa, So, 28., 29. Juni, 18 Uhr, Alabama

Er trägt Sonnenbrille und eine braune Lederjacke, kommt aus Harlem und ist ein privatdetektivischer Allrounder der James-Bond-Extraklasse. John Shaft von Gordon Parks befreit, rettet und bestraft im hinreißend coolen Stil der 70er Jahre und insgesamt in drei Filmen als Zeuge eines neuen schwarzen Selbstbewußtseins.

Di, Mi, 1., 2. Juli, 22.30 Uhr, Alabama

Die French Open 1981 – bei den Damen hat jedenfalls die unvergleichliche Martina Navratilova gewonnen. Wer und was ansonsten in diesem Jahr zwischen 40:15, Doppelfehler und Netzroller in Roland-Garros an kleinen und großen Dramen passiert ist, das zeigt der Dokumentarfilm The French von William Klein. Zur Psychodynamik des Spiels auf roter Asche.

Mi, 2. Juli, 21.15 Uhr, Metropolis

Ein Gefühl, das sich unaufhaltsam ausbreitet, das hochsteigt und sich in aller Schweigsamkeit in die Blicke einzementiert: Die Verachtung von Jean-Luc Godard verfolgt die Irrwege dieses vielleicht kältesten aller Gefühle auf der Spur der Beziehung zwischen dem Drehbuchautor Javal (Michel Piccoli) und seiner Frau Camille (Brigitte Bardot).

Do, 26. Juni, 17 Uhr, Metropolis

Liebesschicksale aus reichem Haus entfaltet der Film Written on the wind von Douglas Sirk. Im Mittelpunkt des Luxus-Melodramas aus dem Jahr 1957 stehen die Versuche des treuen Mitch (Rock Hudson), den unfähigen Sohn und die liebestolle Tochter seines Arbeitgebers und Hausherrn zu retten. Zum Beispiel durch die tapfere Verheiratung des Sohnes mit Lucy (Lauren Bacall). Das alles nützt gar nichts. Doch Selbstmord ist in solchen Fällen tatsächlich eine Lösung.

Sa, 28. Juni, 17 Uhr, So, 29. Juni, 19 Uhr

Immer Streß mit Papa von Stephan Apelgren hieß bis vor kurzem noch Cooler Sommer. Was nicht nur schöner klingt, sondern auch viel besser zu den Liebesproblemen paßt, die Schüler in den großen Sommerferien und auf den Campingplätzen dieser Welt so haben können.

ab Do, 26. Juni, 15.15 Uhr, Abaton ewa

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