piwik no script img

Häppchenweise Öffnung

■ Japans Regierung stellt Programm zur Deregulierung der Wirtschaft vor

Tokio (AFP) – Die japanische Regierung hat am Freitag einen Fünfjahresplan zur Neuregulierung seiner Wirtschaft vorgelegt, der in elf Wirtschaftszweigen, darunter Verkehr, Telekommunikation und Agrarwirtschaft, Neuregelungen vorsieht. Mit dem Plan, so sagte Regierungschef Murayama, werde das Ziel verfolgt, „eine offene Wirtschaft auf den Grundsätzen der Selbstverantwortlichkeit und den Marktprinzipien“ zu errichten.

Die USA, die seit langem eine Öffnung des japanischen Marktes fordern, nahmen den Plan mit Enttäuschung auf; sie hatten einschneidende Maßnahmen erwartet. Die Regierung in Washington verlangte am Donnerstag erneut die Öffnung von Japans Automarkt für US-Importe. Die in dieser Woche in Japan geführten Gespräche über den Autohandel hätten „keinen großen Fortschritt“ gebracht. Gegenüber den USA hat Japan derzeit einen Handelsüberschuß von rund 60 Milliarden Dollar (rund 83,4 Milliarden Mark). Zwei Drittel davon entfallen auf den Handel mit Autos.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen