Gute Nachrichten für Pflanzenesser

Viva Las Vegan!

Die Glücksspielstadt kriegt einen veganen Fleischer, Disneyland wird noch happier und mehr: Ein Überblick über Trends des veganen Lifestyles.

Mickey Maus in einem Heißluftballon vor dem Märchenschloss in Walt Disney World

Das freut auch Micky: Disney World wird veganer Foto: dpa

Veni, vegan, vici! An dieser Stelle berichte ich regelmäßig wieder von guten Nachrichten und Innovationen rund um die Mainstreamisierung des veganen Lifestyles – auch heute wieder.

So ist Las Vegas auf einem gutem Weg, zu Las Vegan zu werden. Schon seit einiger Zeit kann man in der Glücksspielstadt zu hundert Prozent pflanzlich essen, etwa im Cafe No Fur, bei Vegan Bliss und im Go Vegan Cafe. Und jetzt bekommt Vegas endlich seinen ersten veganen Fleischer und Delikatessenladen: NoButcher.

Im Angebot ist unter anderem ein Pulled NoPork Sandwich, und auch der Käse auf dem NoBurger ist rein pflanzenbasiert. Vorbei sind also die Zeiten, wo es in Las Vegas allenfalls in den Restaurants der Wynn-Hotels ein paar vereinzelte vegane Gerichte gab (weil Besitzer Steve Wynn Veganer ist). Meine Meinung: Jackpot!

Alle Kühe unter meinen Lesern und natürlich alle Menschen, die Kühe mögen, dürfte die folgende Nachricht über die australische Fastfood-Kette Hungry Jack’s freuen. Niemand Geringeres als deren Gründer Jack Corwin – eigentlich ein eingefleischter Liebhaber klassischer Burger – probierte vor einiger Zeit bei einem Geschmackstest pflanzliche Alternativen und konnte sie nicht von den Rindfleischversionen unterscheiden. Das überzeugte ihn offenbar: Corwin investierte eine Million Dollar in die Entwicklung veganer Burgerpatties. Ende des Jahres kommen sie in ganz Australien auf den Markt.

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Auch in Irland, das wegen seiner großen Rinder- und Milchindustrie zu den größten Treibhausgas-pro-Einwohner-Verursachern der Welt zählt, hat man erkannt: Wie gehabt geht nicht mehr. Alternativen müssen her! Wie das „Smart Protein Project“ des University College Cork, eine Initiative, die neue vegane Nahrungsmittel aus pflanzlichen Abfällen der Brot-, Pasta- und Bierindustrie herstellen will.

Dafür gab es auch mehr als 9 Millionen Euro Fördergeld von der Europäischen Kommission sowie von Unternehmen der Nahrungsmittelbranche. Das Ziel: einen Übergang einleiten, weg von tierproduktlastiger Landwirtschaft, hin zu Nahrungsmitteln, die Kohlendioxid binden, anstatt welches zu produzieren. Das dürfte Greta glücklich machen!

Und schließlich wird der „happiest place on earth“, Disneyland, noch einen Zacken glücklicher. Ab sofort bekommt man in den Disneys-Themenparks in Florida Hunderte von veganen Gerichten. Weil Team Disney sicher­gehen wollte, dass alles thematisch perfekt auf die jeweiligen Restaurants abgestimmt wird, waren die neuen Gerichte über zwei Jahre in Arbeit. Ins kalifornische Disneyland kommen die Veggiespeisen dann im Frühjahr 2020. Disney weiß eben genau: Vegan macht Mäuse! Da beißt Mickey keinen Faden ab.

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