: Gott nur eine Null?
Gott darf gelöscht werden. Das hat jetzt einer der führenden orthodoxen Rabbiner Israels bekanntgegeben. Und zwar abhängig davon, ob man Gott von der Festplatte oder vom Computerbildschirm eliminiert. Mosche Schaul Klein veröffentlichte seine Entscheidung in der Computerzeitschrift Mahscheva Tova, die sich an orthodoxe Juden richtet. Der Rabbiner antwortete auf die Frage eines Lesers, der sich Sorgen machte, ob das für gläubige Juden ansonsten verbotene Löschen des Wortes Gott und seiner Variationen auch für den Computer gilt. „Die Buchstaben auf dem Computerbildschirm bestehen aus Pixeln, das heißt aus Lichtpunkten“, erläuterte auf Anfrage ein Assistent des Rabbiners, Jossef Hajad. „Selbst auf der Festplatte ist es nichts als eine Ansammlung von Einsen und Nullen.“ Das gedruckte Wort Gott (auf hebräisch Elohim) muß dem jüdischen Glauben zufolge aufbewahrt beziehungsweise rituell beerdigt werden.Pixelgott: Reuters
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 90 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen