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Golz klopft an die Tür

■ Gerettet: Der SC Freiburg schielt ohne Größenwahn und singend auf den Uefa-Pokal

Nürnberg/Freiburg (taz) – Daheim saßen sie noch lange zusammen, im „Dreisamblick“, dem Vereinsheim des SC Freiburg, und prosteten sich zu. Trainer Volker Finke sprach: „Unsere junge, talentierte und ehrgeizige Mannschaft hat sich die Bundesliga verdient.“ Das war die nachmitternächtliche Stunde von Richard Golz und seine Interpretation von „Knockin' on heaven‘s door“. Obwohl Präsident Stocker flüchtete, gilt: Chapeau, Torwart!

Nach einer kniffligen Spielzeit, endend mit dem dramatischen 2:1 in Nürnberg, prognostizierte Finke, „daß wir nächste Saison einige Plätze besser stehen können“. Frei von Größenwahn, das versteht sich in Freiburg (Aufsteiger, Tabellenzwölfter!) von selbst, auch wenn dann sogleich die Teilnahme an europäischen Wettbewerben droht.

Oder war da etwa schon ein leises Klopfzeichen? Die Fair-Play-Wertung der Uefa! Bayern München, natürlich, auf Platz eins, der SC Freiburg Zweiter. Damit wahrscheinlich im Topf, wenn die Uefa einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgekommen ist: Koeffizienten ausrechnen. Und mit einer 25-Prozent-Chance einer Uefa-Cup-Teilnahme, wenn am 9. Juni ausgelost wird. Über Freiburg lacht die Sonne. 30 Grad im Schatten, feuchtschwül. Europapokal ist für alle da. Christoph Kieslich

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