: Gnade für Volkszählungs- boykotteure
Der Berliner Senat will die gegen Volkszählungsboykotteure verhängten Bußgelder herabsetzen. Er beschloß gestern einen Entwurf zur „gnadenweisen Herabsetzung von Bußgeldern im Zusammenhang mit der Volkszählung 1987“, der noch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden muß. Die Herabsetzung der Bußgelder auf dem Wege der Gnade ist die einzige rechtlich zulässige Möglichkeit. Der Senat wolle damit den Rechtsfrieden wiederherstellen und einer erheblichen Ungleichbehandlung von Volkszählungsverweigerern im Vergleich zu anderen Bundesländern begegnen, sagte Innensenator Erich Pätzold (SPD). In Berlin wurde in vielen Fällen pauschal ein Bußgeld in Höhe von 1.500 Mark verhängt. Jetzt soll das Bußgeld je nach Einkommen zwischen 100 und 800 Mark gestaffelt werden.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen