: Getarnter Spargel
■ Ermittlungsverfahren gegen Co op-Bolle wg. „Spargeltarnaktion“ / Durchsuchungen im Fruchthof
Wegen irreführender Herkunftsbezeichnung von südafrikanischem Spargel hat die Staatsanwaltschaft gestern ein Ermittlungsverfahren gegen die Co op-Bolle -Supermarktkette eingeleitet. Wie gestern berichtet, hatte das Wilmersdorfer Bezirksamt darauf aufmerksam gemacht, daß mehrere Filialen in Anzeigen und Plakaten für argentinischen Spargel geworben hatten, der jedoch aus Südafrika kam.
Nachdem das Bezirksamt den Filialen ein deftiges Bußgeld angedroht hatte, trat gestern die Staatsanwaltschaft auf den Plan. Justizsprecher Christoffel erklärte gegenüber der taz, daß gegen die Verantwortlichen der Bolle-Co op-Einkaufs- und Werbezentrale ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz - irreführende Bezeichnung von Waren, die zur Täuschung des Kunden geeignet ist - eingeleitet worden sei.
Die Beschuldigten haben Christoffel zufolge ausgesagt, sie hätten ihre Werbung und Plakate nicht mehr umstellen können, als sie statt des ursprünglich in Argentinien bestellten Spargels südafrikanischen erhalten hätten. Die Bolle -Hauptzentrale und der Fruchthof wurden bei Redaktionsschluß noch von der Staatsanwaltschaft zur Sicherung von Beweismaterial durchsucht.
plu
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