: Gesundheit: Die Unprätensiöse
Foto: Foto:Liesa Johannssen/reuters
Nachdem der bisherige Gesundheitsminister (studierter Mediziner und seit über 20 Jahren Gesundheitspolitiker) sozusagen so was von vom Fach war, ist die Neue so was von nicht vom Fach, dass sie bis vor Kurzem auch wirklich gar niemand für dieses Amt auf dem Zettel hatte.
Nina Warken, 45, trat quasi direkt nach dem Abi der Jungen Union bei, arbeitet als Anwältin und hat sich bisher vor allem als Innenpolitikerin profiliert. Wenn sie sich mal zu Gesundheitspolitik geäußert hat, dann vor allem weil man als „in der Heimat tief verwurzelte“ Politikerin halt gegen die Schließung von Krankenhäusern und Apotheken ist. Heimat ist in diesem Fall Tauberbischofsheim – bei der Bundestagswahl holte sie hier die meisten Stimmen aller baden-württembergischen Direktkandidat*innen.
Zuletzt war Warken als eine der Parlamentarischen Geschäftsführer*innen der Unionsfraktion mit einer Fülle von Themen beschäftigt. Als Generalsekretärin der CDU in Baden-Württemberg ist sie – anders als andere – nicht als Scharfmacherin aufgefallen. Sie gilt als unprätentiös und gut vernetzt, ist im Bundesvorstand der Frauen Union und war stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union. Als die taz Anfang des Jahres mit ihr über die Frauen in der CDU sprach, sagte sie: „Es wäre schön, wir wären mutiger und dadurch wahrnehmbarer.“ Ein Gesundheitssystem unter Druck und mitten im Reformprozess – Mut wird Nina Warken wirklich brauchen. Manuela Heim und Sabine am Orde
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