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Geniale Fähigkeiten verloren

Bangalore (AFP/taz) – Das indische Mathematikgenie Vashisht Narayan Singh, der nach dreieinhalbjährigem Verschwinden im vergangenen Februar in Lumpen gekleidet und bettelnd aufgefunden worden war, befindet sich nunmehr in psychiatrischer Behandlung.

Wie die Ärzte des angesehenen Nationalen Instituts für psychische Gesundheit in Bangalore am Mittwoch gegenüber AFP erklärten, leidet der ehemalige Mitarbeiter der US-Weltraumbehörde NASA unter Schizophrenie. Singh, der seinen ersten Elekrogenerator im zarten Alter von sieben Jahren baute, war 1989 ebenso plötzlich wie spurlos verschwunden. Ein Verwandter hatte ihn dann im Februar hilflos auf einer Straße gefunden.

Singh habe zwar inzwischen wieder gelernt, sich zu waschen, zu rasieren und selbst zu essen, hieß es weiter. „Es wäre aber ein Wunder“, wenn er seine bemerkenswerten Fähigkeiten wiedergewinnen würde, sagte ein Arzt. Die Kosten seiner Behandlung wurden von der Regierung des Bundesstaates Karnataka übernommen, dessen Hauptstadt Bangalore ist.

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