: Geld war nicht sein Problem
Ein Sechsjähriger aus Walle wollte an der Kasse Kaugummis mit einem 500 Euro-Schein zahlen
Wirtschaftskrise, Sparmaßnahmen, leere Kassen: Durch diese Begriffe sensibilisiert, reagierte am Samstag eine Angestellte eines Einkaufsmarktes in Bremen-Walle etwas überrascht, als ein sechsjähriger Knirps in Begleitung seines gleichaltrigen Freundes an der Kasse Kaugummis mit einem 500-Euro-Schein bezahlen wollte.
Da der Sechsjährige auf Grund seines Alters von der Verkäuferin eher nicht zu den Großverdienern gezählt wurde, informierte sie vorsichtshalber die Polizei. Den Beamten gegenüber deklarierte der Knirps seine insgesamt drei 500-Euro-Scheine als bescheidenes Taschengeld. Da die Polizisten selbst in ständigen Verhandlungen mit ihren Sprösslingen hinsichtlich der Taschengeldzahlungen stehen, hielten sie beim Vater des Jungen Rückfrage – man kann ja noch was lernen!
Die Erklärung des 31-jährigen Papas war einfach. Er wollte am Samstag neu eingebaute Rollläden bezahlen. Dabei stellte er fest, dass das Geld, besagte 1500 Euro, nicht mehr am hinterlegten Platz waren. Typisch Mann ging er davon aus, dass seine Frau das Geld an sich genommen hätte. Sein sechsjähriger Junior hatte das gut versteckte Geld gefunden und einen kleinen Einkauf in Gang gesetzt. Zum Glück war er sofort bei der Verkäuferin aufgefallen. So konnte dem glücklichen Mann der komplette Betrag ausgehändigt werden. Junior musste an dem Tag auf sein Kaugummi verzichten. Ob dieser Vorfall Auswirkungen auf die Weihnachtsgeschenke des Jungen hat, steht derzeit nicht fest.
O-Ton Polizeibericht
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen