: Gegen visuelle Emissionen
betr.: „Mit der Gartenschere auf die BILD“, taz vom 11. November
Die Aufmachung der Plakate der neuen BILD-Werbekampagne wird zu Recht angeprangert. Da ich zwei Töchter im Alter von elf und 13 Jahren habe, habe ich mir erlaubt bei der BILD-Redaktion anzurufen um mir Rat einzuholen, wie ich auf Nachfragen meiner Töchter über den Inhalt dieser Plakate reagieren soll. Antwort: Für diese Werbekampagne ist die Werbeabteilung in Hamburg verantwortlich. Zweiter Anruf beim Axel-Springer-Verlag in Hamburg, Rufnummer 040/34700: Mit der Werbeabteilung wurde ich nicht verbunden; es meldete sich eine Frau Hansen vom Leserservice. An den Plakaten sei doch nichts auszusetzen. Worüber ich mich eigentlich aufrege. Außerdem sei meine 13-jährige Tochter doch schon fast erwachsen. Zudem möge ich doch bitte Beschwerden schriftlich einreichen. Danke, Frau Hansen. Auch wenn Frau Hansen noch nicht einmal dafür sensibel ist, dass auch sie mit dieser Werbekampagne diskriminiert wird, sollte nichts unversucht bleiben, sie eines Besseren zu belehren.
P.S.: Es gibt Gesetze zu Schadstoff- und Lärmemissionen. Warum nicht zu visuellen Emissionen? Weggucken kann man genauso wenig wie wegriechen und weghören. Udo Weiterer
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