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Gegen teureren Strom

Öko-Umlage Schleswig-Holsteins Minister Habeck will die Umlage für erneuerbare Energien senken statt sie anzuheben

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck fordert, die sogenannte Ökostrom-Umlage zu senken und so die Verbraucher zu entlasten. Dazu solle ein Energiewendefonds aufgelegt werden, der über eine stärkere ökologische Ausrichtung von Energiesteuern finanziert wird, sagte der Grünen-Politiker. Die Umlage, mit der gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bau von Ökostromanlagen in Deutschland finanziert wird, steigt im nächsten Jahr deutlich an.

Statt 6,35 Cent pro Kilowattstunde beträgt sie ab Januar 6,88 Cent. Das teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Mitte Oktober mit. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden entspricht das rund 18 Euro im Jahr.

„Derzeit hat erneuerbarer Strom einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den alten Energien, obwohl diese Klima und Umwelt verschmutzen.“ Erneuerbare Energien müssten deshalb billiger werden und fossile teurer. „Wir brauchen eine zweite ökologische Steuerreform.“

„Ich halte es für richtig, einen Fonds aufzulegen, aus dem die hohen Altkosten aus den Anfangsjahren der Energiewende bezahlt werden“, sagte Habeck. So könnte die EEG-Umlage sinken und Stromkunden würden entlastet. Außerdem würde eine Preisverzerrung beseitigt und es entstünde mehr Transparenz für die Verbraucher. „Auch bei den konventionellen Stromerzeugungstechnologien ist der Staat ja mit großen Summen tätig geworden“, sagte der Kieler Minister.

Grund für den Anstieg der Umlage ist auch der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien und der gesunkene Börsenpreis. (dpa/taz)

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