: Gegen Weiterbildungsdilettanten
■ »Stiftung Weiterbildung« der ÖTV will Beschäftigungschancen im Osten verbessern
Berlin. Die gemeinnützige »Stiftung Weiterbildung«, die mit insgesamt 4,5 Millionen Mark von der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) gefördert wird, hat gestern ihre Arbeit aufgenommen. 20 hauptamtliche und 50 nebenamtliche Dozenten bilden Beschäftigte der öffentlichen Verwaltungen und Betriebe, des Bereichs Transport und Verkehr und diejenigen, die überall dort in Ostdeutschland ihren Arbeitsplatz verloren haben, weiter. »So begleiten wir ganze Stadtverwaltungen auf mehrere Jahre mit maßgeschneiderter Weiterbildung und mit Verwaltungsberatung in Sachen Personalentwicklung, Organisation und Aufgabenplanung«, erklärte das zuständige Vorstandsmitglied der ÖTV, Wolfgang Warburg, in einer Presseerklärung.
Dabei werde es keine Angebote ohne Berufschancen geben, so Warburg. Eigene Recherchen am Markt und ein Arbeitsverbund mit Beschäftigungsgesellschaften und Gebietskörperschaften helfen Arbeitsplätze zu schaffen. Die Hansestadt Rostock, die die Fortbildung für ihre 6.500 Mitarbeiter an die Stiftung Weiterbildung vergeben habe, sei zugleich Stifterin geworden. In Brandenburg begann ein berufsbegleitender Lehrgang für die 150 Bürgerberater des Landes im Auftrag des Arbeitsministeriums, der mit einem Berufsabschluß enden soll.
Unter Auftragsmangel habe die Stiftung mit diesen Angeboten nicht zu leiden, »für die nächsten drei Jahre sind wir nahezu ausgebucht«, berichtet Warburg. Mit Gewerkschaftsbeiträgen aus den alten Ländern wolle man die Beschäftigung in den neuen Ländern verbessern, so das Vorstandsmitglied über die Beweggründe der ÖTV, diese Initiative zu starten. Man wolle gegenüber Weiterbildungsdilettanten, die mit Arbeitslosen Geschäfte machten, ein Zeichen der Hoffnung und der Qualität setzen. dpa
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