Gallery Taik Persons: The Ring of Fire: Steinkreiszeichen bei Taik Persons
Foto: © the artist, courtesy Gallery Taik Persons
Steine sind in der Gruppenausstellung „Marked Sites“ bei Taik Persons zentraler Teil der Land Art, Träger menschengemachter Markierungselemente. Anna Reivilä, Jaakko Kahilaniemi und Jyrki Parantainen intervenieren dabei nicht, sie „relationieren“. Reivilä setzt sich zu Felsbrocken auf Wasserflächen und Baumstämmen in Wäldern mit Seil in Beziehung. Sie vollzieht angelehnt an das „kinbaku“ (Bondage) die organischen Verläufe der Steine, hält ihre Gegenüber fühlbar in sich zusammen und bringt natürliche Spannungspunkte und Linien in ein minimalistisches Ganzes. Kahilaniemi zieht es ebenfalls ins Unterholz. Kreise und senkrechte Linien sind bei ihm geometrische Annäherungen an ein geerbtes Stück Wald, das er dem Titel nach „verstehen“ will – auch familiengeschichtlich. Parantainen zeigt die Werkgruppe „Earth“. Wasserstaub auf Gestein ist tatsächlich per Langzeitbelichtung erfasstes Feuer. Für „Earth #5“ schickte er eine Laterne über eine Flussbiegung. Nach fünf Stunden Belichtungszeit erscheint sie als hundert leuchtende Lichter. NYM
Bis 11. 3., Di.–Sa. 11–18 Uhr, Lindenstr. 34
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen