■ GREENPEACE: Deutsches Dioxin vor baskischem Bilbao
Madrid (dpa) — Die internationale Umweltschutzorganisation Greenpeace hat gestern im spanischen Hafen von Bilbao die Entladung des Frachters „Baltica“ mit einer Ladung von 1.500 Tonnen dioxinhaltigen Stahlstaubs aus der Bundesrepublik und Schweden blockiert. Die Umweltschützer legten von ihrem Mutterschiff „Greenpeace“ aus mit vier Schlauchbooten einen Bojenring um die „Baltica“ am Eingang des Hafens. Die Besatzung der „Baltica“ soll von der Gefährlichkeit der Ladung nichts gewußt haben. Greenpeace verlangt den Rücktransport in die Herstellerländer des Stahlstaubs, der zum größten Teil aus der Produktion der Badischen Stahlwerke in Kehl und zu einem kleinen Teil aus einem inzwischen geschlossenen schwedischen Stahlwerk in Holmstadt stammt. Das hochgiftiges Dioxin und andere Gifte enthaltende Abfallprodukt soll im Baskenland gelagert werden.
UDSSR
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen