piwik no script img

■ Friedens-Festival im Westfalenstadion50.000 Kurden demonstrieren in Dortmund

Dortmund (AP) – Rund 50.000 Kurden haben am Samstag in Dortmund für eine friedliche Lösung des Konflikts in der Türkei demonstriert. In dem Aufruf zu dem Internationalen Kurdistan-Festival im Dortmunder Westfalenstadion wurde die Freilassung des zum Tode verurteilten Vorsitzenden der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), Abdullah Öcalan, sowie die Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei gefordert. In einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der türkischen Erdbebenopfer. Auf der Großkundgebung sprachen neben kurdischen Politikern auch Parlamentarier aus mehreren europäischen Ländern.

Nach 15 Jahren Krieg gebe es infolge der Verhandlungsangebote des inhaftierten PKK-Chefs Öcalan erstmals die Chance auf einen dauerhaften Frieden in der Region, sagte Nilüfer Koc vom Organisationskomitee. Von der Bundesregierung verlangte die Rednerin, sie solle bei den Vorbereitungen zu dem nun notwendigen Friedensprozess eine aktivere Rolle als bisher spielen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen