: Frey verlor Anhänger und Papiere
Neumünster (taz) - Über 2.000 Gegendemonstranten wurden am Mittwoch abend von der rechtsradikalen Deutschen Volks-Union (DVU) nach Neumünster (Schleswig-Holstein) mobilisiert. Zum Protest gegen die Europawahl-Veranstaltung der Rechten hatten Grüne und andere linke Gruppen aufgerufen. Auch der DGB rief zum Protest - mit einer eigenen Veranstaltung, an der auch die SPD beteiligt war.
DVU-Chef Gerhard Frey, Hauptredner der Veranstaltung, konnte nur rund 2.000 Getreue in der über 4.000 Personen fassenden Holstenhalle begrüßen, eine größere Zahl mußte leider draußen bleiben. Die Blockade der Gegner vor der Halle und mehrere Wasserwerfereinsätze der Polizei gegen die Demonstranten verschreckten die DVU-Leute und Sympathisanten.
Frey, der auch Herausgeber der Postille 'Nationalzeitung‘ ist, hat noch einen weiteren Verlust zu beklagen: Als er über eine Absperrung zur Halle stürmte, verlor er ein Bündel Unterlagen und persönliche Papiere, darunter ein Flugticket. Gegendemonstranten sammelten die Papiere als Souvenirs ein.
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