■ French Open in Paris: Sanchez beendete Pierce-Festival
Paris (dpa/taz) – Als das Frauen- Endspiel der French Open am Samstag wegen Dauerregens abgebrochen werden mußte, führte Mary Pierce, seit 1967 die erste Französin, die im Pariser Finale steht, zur Freude des befeuchteten Publikums noch mit 2:1 im ersten Satz. Am gestrigen Vormittag hatte sie dann jedoch gegen Arantxa Sanchez-Vicario keine Chance mehr. Während die Katalanin im Stade Roland Garros ihren zweiten Triumph nach 1989 unter Dach und Fach brachte, konnte die Graf-Bezwingerin Mary Pierce die Hoffnungen ihrer Landsleute nicht erfüllen und unterlag mit 4:6, 4:6. Francoise Durr, die 1967 den „Coupe Suzanne Lenglen“ eroberte, bleibt die letzte französische Siegerin bei dem Grand-Slam-Turnier in Paris.
Arantxa Sanchez-Vicario warf den Schläger nach dem Matchball in den roten Sand, schlug die Arme vor das Gesicht, reckte sie gen Himmel und eilte dann ans Netz, um kollegiale Küßchen mit der unterlegenen Gegnerin auszutauschen, was ihnen die beiden Mütter der Finalistinnen auf der Tribüne sogleich nachtaten.
„Ich bin sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie ich gespielt habe“, sagte die 19jährige Mary Pierce, die einen französischen, einen amerikanischen und einen kanadischen Paß besitzt und von den 16.500 Zuschauerinnen und Zuschauern mit „Marie, Marie“ angefeuert wurde. Bis ins Finale hatte sie nur zehn Spiele und keinen Satz abgegeben, aber gegen Sanchez- Vicario, die wie gewohnt fast alle Bälle erlief, mit guter Länge zurückspielte und ihre Gegnerin die Fehler machen ließ, konnte sie ihr druckvolles Spiel der vergangenen Tag nicht fortsetzen.
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