Frauen in der katholischen Kirche: Weltsynode bleibt vage in der Frauenfrage
Vier Wochen saßen über 360 Bischöfe und andere Kirchenleute im Vatikan zusammen. Konkrete Beschlüsse gibt es nicht – auch nicht zum Frauendiakonat.
Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
afp | Die Katholische Kirche hat bei ihrer Weltsynode die Frage der möglichen Weihe von Frauen zu Diakoninnen offen gelassen. „Die Frage des Zugangs von Frauen zum Amt der Diakonin bleibt offen,“ heißt es in dem am Samstag veröffentlichten Abschlussdokument der Generalversammlung der Bischofssynode. Die Prüfung dieser Frage müsse weitergehen.
In dem von Papst Franziskus gebilligten Dokument wird eingeräumt, dass Frauen weiterhin in der Kirche auf „Hindernisse für eine umfänglichere Anerkennung“ stießen. Zugleich heißt es darin auch, es gebe „keinen Grund“, warum Frauen nicht „führende Rollen in der Kirche“ übernehmen sollten.
Welche diese Rollen sein könnten, wird in dem Dokument jedoch nicht konkretisiert. Auf die Möglichkeit, dass Frauen zu Priesterinnen geweiht werden könnten, wird in dem Text nicht eingegangen.
Der Diakon hat in der kirchlichen Hierarchie einen Status unterhalb des Priesters. Die Diakone dürfen Taufen, Eheschließungen und Beerdigungen leiten, jedoch keine Messen.
Die Generalversammlung der Bischofssynode hatte einen Monat lang im Vatikan hinter verschlossenen Türen über Reformen in der Katholischen Kirche beraten. An der Versammlung nahmen insgesamt 368 Bischöfe, andere Geistliche sowie Laien – darunter auch Frauen – aus rund hundert Ländern teil. Die Synode ist ein beratendes Organ des Papstes. Das letzte Wort ist dem Pontifex vorbehalten.
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