Französischer Literaturpreis Ein Haus voller Gewalt Für einen dunklen Familienroman, der die Gewalterfahrungen der Weltkriege widerspiegelt, hat Laurent Mauvignier den renommierten Prix Goncourt gewonnen. Von Petra Schellen 5.11.2025
„Der Absturz“ von Édouard Louis Teuer bezahlt Édouard Louis hat mit seinem Werk unser Denken auf links gedreht. Warum er trotzdem länger brauchte für seine persönliche Gretchenfrage. Von David Hinzmann 2.11.2025
Die Wahrheit Es lebe das Wiefe Vive la France mal wieder: Aus der Provinz wie aus Paris erreichen uns seit Wochen Nachrichten noch und nöcher. Von Harriet Wolff 29.10.2025
Neuer Roman von Patrick Modiano Ein Leichtgewicht Nach bewährtem Muster: Patrick Modiano durchstreift in seinem neuen Roman „Die Tänzerin“ das nur allzu gut bekannte Paris der Erinnerung. Von Julia Hubernagel 10.5.2025
Biografie des Schriftstellers Balzac Ruin oder Hauptgewinn Titiou Lecoq räumt in ihrer Biografie mit Legenden über Honoré de Balzac auf. Die Geschichte seines Lebens ist auch die Geschichte seiner Schulden. Von Jochen Schimmang 8.4.2025
Neuer Roman von Camille Laurens Männer reifen, Frauen altern In „So wie du mich willst“ verweigert sich die Protagonistin dem sexuellen Tod. Dieser soll Frauen angeblich schon ab 44 ereilen. Von Marielle Kreienborg 22.8.2024
Roman über lesbische Selbstfindung Bruch mit jeglicher Bürgerlichkeit Die lesbische Frau tritt auf als einsamer Cowboy. „Love Me Tender“ von Constance Debré ist ein beeindruckend kämpferisches Stück Selbstfindungsprosa. Von Hanna Kopp 6.4.2024
„Die Jahre“ im Theater Osnabrück Wenn das Erinnern politisch wird Das Theater Osnabrück adaptiert die Autobiografie „Die Jahre“ der Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux. Die Vorstellungen sind ständig ausverkauft. Von Jens Fischer 20.2.2024
Buch „3 – Ein Leben außerhalb“ Lob der Freundschaft Der Philosoph Geoffroy de Lagasnerie beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit der Freundschaft. Paare und Familien dagegen seien reaktionär. Von Julia Hubernagel 16.11.2023
Französische Literatin im Theater Vom Wühlen im Abgrund der Familie Mit der Dramatisierung von Delphine de Vigans „Nichts widersetzt sich der Nacht“ beseitigt das Deutsche Theater Göttingen einen Missgriff der Übersetzung. Von Jens Fischer 11.6.2023
Annie Ernaux' Familienleben im Film Der heimlich geschriebene Roman Familienaufnahmen geben in „Annie Ernaux – Die Super-8-Jahre“ Einblick in das Leben einer Mutter. Die sondert sich ab und wird zur Autorin. Von Barbara Schweizerhof 28.12.2022
Roman von Mohamed Mbougar Sarr Fasziniert vom Schweigen Für „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ wurde der Autor mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Nun erscheint das Buch auf Deutsch. Von Isabel Barragán 17.12.2022
Nobelpreisträgerin Annie Ernaux Aus der nackten Realität Kommentar von Lea Fauth Die Scham ist der rote Faden in Annie Ernaux’ Werk. Was die gesellschaftliche Tragweite ihrer Schriften ausmacht: ihre soziale Herkunft. 6.10.2022
Roman über kindliche Influencer Big Mother is Filming You Eine sechsjährige Influencerin verschwindet. Delphine de Vigans Roman „Die Kinder sind Könige“ erzählt von Ausbeutung in sozialen Medien. Von Oliver Pfohlmann 1.6.2022
Neuer Streit um Louis-Ferdinand Céline Mehr vom verfluchten Dichter Die Entdeckung ungedruckter Manuskripte des verrufenen Autors Louis-Ferdinand Céline hat zu Aufregung und einem Rechtsstreit geführt. Von Rudolf Walther 15.8.2021
Booker-Literaturpreis für David Diop Ein begnadeter Erzähler Der International Booker Prize 2021 geht an David Diop. Er schreibt von „Senegalschützen“, die im Ersten Weltkrieg für Frankreich gekämpft haben. Von Jens Uthoff 3.6.2021
Annie Ernaux' „Der Platz“ als Hörspiel Die Lyrik eines sozialen Aufstiegs Eine Hörspieladaption muss die Buchvorlage gedanklich atmen lassen. Bei „Der Platz“, am Pfingstsonntag im SR-Kulturradio, ist das gelungen. Von Gaby Hartel 22.5.2021
Unveröffentlichte Texte großer Autoren Ahhhh, frische Muscheln! In Frankreich kamen zuletzt unveröffentlichte Texte großer Autoren wie etwa Marcel Proust auf den Markt. Was taugen die literarischen Ausgrabungen? Von Annabelle Hirsch 11.1.2020
Theoriegehalt schwuler Romane Meta-Eribon für Fortgeschrittene Der französische Star-Soziologe Didier Eribon spürt in einem Langessay dem Theoriegehalt schwuler Romane nach – inspirierend. Von Stefan Hochgesand 29.9.2019
Roman von David Diop Der Kriegswahnsinnige David Diops Buch „Nachts ist unser Blut schwarz“ handelt von den sogenannten „Senegalschützen“. Es erzählt ein unbekanntes Kapitel Kolonialgeschichte. Von Jens Uthoff 29.9.2019
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