Frankfurter Buchmesse vor Eröffnung: Messe will Virus aussperren

Die Frankfurter Buchmesse wird diesmal verändert stattfinden – nur 25.000 Besucher sind täglich erlaubt. Karten gibt es nur im Vorverkauf.

Ein Mann steht während des Aufbaus für die Frankfurter buchmesse 2021 vor einem Bücherdruck auf einer Leiter.

Die Frankfurter Buchmesse findet statt, aber mit weniger Besuchern und viel Hygiene

BERLIN/FRANKFURT taz | Wenn an diesem Mittwoch die Frankfurter Buchmesse ihre Türen öffnet, wird vieles anders als gewohnt sein. Denn die Pandemie zwingt die Veranstalter zu Maßnahmen, wie es sie auf der Messe noch nicht gegeben hat. Immerhin kann die größte Bücherschau der Welt überhaupt wieder stattfinden – im letzten Jahr musste sie ganz ausfallen.

Auf dem Messegelände gilt nicht nur die 3G-Regel, nach der nur Geimpfte, Genesene und Getestete Zutritt erhalten, Abstände eingehalten werden müssen und ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Der Zutritt selbst ist limitiert, um zu vermeiden, dass sich zu viele Menschen zu eng begegnen. 25.000 Besucher sind pro Tag zugelassen, die Höchstzahl aller Besucher an den fünf Messetagen liegt entsprechend bei 125.000 – viel weniger als noch 2019, als sich mehr als 300.000 Menschen in den Hallen drängten.

Es gibt keine Tageskarten an der Kasse. Tickets können ausschließlich online über www.buchmesse.de/besuchen/tickets bestellt werden. Noch sind Karten für alle Messetage erhältlich. Zumindest von Freitag, 14.00 Uhr bis zum Sonntagabend, wenn die Buchmesse auch für Privatbesucher geöffnet hat, ist nach Angaben der Messe aber zu erwarten, dass das jeweilige Kontingent von 25.000 Karten ausverkauft sein wird. Von Spontanbesuchen kann also nur abgeraten werden.

Deutlich weniger Aussteller

Und: So groß und vielfältig wie noch vor zwei Jahren wird die Buchmesse 2021 nicht ausfallen. Damals waren knapp 7.500 Aussteller aus 104 Ländern am Start. Dieses Mal sind es nur knapp 2.000 aus rund 80 Staaten, immer noch eine „beachtliche Zahl“, wie Pressesprecherin Kathrin Grün sagt. Um diese alle unterzubringen, wird eine Messehalle weniger als in früheren Jahren benötigt. Allerdings zeigen sich neben den Länderpavillons auch viele Verlage auf Gemeinschaftsständen. Die Antiquariatsmesse fällt in diesem Jahr ganz aus.

Dennoch: Rund 200 Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden kommen, um ihre Werke vorzustellen, es wird Lesungen geben, es wird diskutiert, gesprochen und natürlich verkauft werden. Als Ehrengast ist in diesem Jahr Kanada dabei.

Es wird wohl voll werden, wenn auch nicht derartig gedrängt wie üblich. Diskussionen, Lesungen und Smalltalk sind möglich, wenn auch nicht immer so wie gewohnt. Die Messeleitung hat den Ausstellern detaillierte Hygieneregeln vorgeschrieben. Speisen und Getränke etwa dürfen nur an einem Platz sitzend zu sich genommen werden, Getränke möglichst in „geschlossenen Gebinden“ verabreicht werden.

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