Flüchtlinge in Seenot: Rettungsaktion vor Kreta
Vor der Mittelmeerinsel ist ein Kutter mit mehreren Hundert Flüchtlingen aus Nordafrika in Seenot geraten. Mehrere Schiffe sind zur Rettung im Einsatz.
Bild: dpa
ATHEN dpa | Fracht- und Marineschiffe haben im Mittelmeer mit der Rettung von mehreren hundert Flüchtlinge begonnen, deren Kutter vor Kreta in Seenot geraten ist. Die Schiffe versuchten, die Menschen nach und nach an Bord zu nehmen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk am Montag unter Berufung auf die Küstenwache.
An Bord seien mehr als 400 Menschen, darunter auch mehrere Kinder. Die Migranten waren offenbar auf dem Weg nach Italien.
Der 32 Meter lange Kutter war nach ersten Aussagen von Migranten in Nordafrika gestartet. Rund 65 Seemeilen nordwestlich von Kreta blieb er mit einem Motorschaden auf offener See liegen. Nachdem der Kutter einen Notruf abgesetzt hatte, wurde er von mehreren Frachtern entdeckt, auch Schiffe der griechischen und amerikanischen Marine eilten zur Hilfe.
In Ägypten und Libyen warten nach Informationen der Küstenwache tausende Flüchtlinge auf eine Gelegenheit, nach Europa zu kommen. Internationale Schleuserbanden verdienten Millionen mit dem Menschenschmuggel, sagte ein Offizier der Küstenwache.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert