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Flüchtling springt aus dem Zug17-jähriger stirbt an Verletzungen

Ein minderjähriger Ägypter springt aus Angst vor seiner Abschiebung bei voller Fahrt aus einem Nachtzug. Dabei verletzt er sich tödlich.

afp | In der Nähe von München ist am Freitag ein Ägypter nach einem Sprung aus einem fahrenden Zug tödlich verunglückt. Der junge Mann konnte nach dem Sturz aus dem mit rund 160 Kilometern pro Stunde fahrenden Nachtzug aus Italien nur noch tot von den Gleisen geborgen werden, wie ein Sprecher der Münchner Polizei sagte.

Dem Bayerischen Rundfunk zufolge war der mit in Österreich ausgestellten Papieren reisende Jugendliche von Polizisten im Rahmen der Schleierfahndung am frühen Morgen unter der Sitzbank eines leeren Abteils entdeckt worden.

Die Beamten baten ihn nach Angaben der Polizei, im Gang vor dem Abteil zu warten. Dort öffnete er offenbar ein Fenster und sprang bei voller Fahrt aus dem Zug.

Die Strecke wurde daraufhin abgesperrt und die Leiche des Mannes, der nach Medienberichten 17 Jahre alt war, später nahe der S-Bahnstation Haar entdeckt. Der Polizei zufolge war er bereits zwei Tage zuvor von der Bundespolizei kontrolliert und zurück nach Österreich geschickt worden. Von dort hätte er gemäß dem Dublin-Verfahren nach Italien, dem Land seiner ersten Registrierung in der EU, ausgewiesen werden sollen.

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3 Kommentare

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  • nzuli sana

    Da sehen wir was die Abschiebedrohung bewirkt: nichts als Panik und Gewalt.

    Oppositionelle werden in Ägypten entführt, es gibt neuerdings viel Verschwindenlassen, ein italienischer Journalist wurde ermordet.

    • 3G
      33079 (Profil gelöscht)

      @nzuli sana:

      Dem Artikel nach zu urteilen war der Mann in Österreich gemeldet. Das liegt ein wenig weit entfernt von Ägypten... Also, was soll hier "Panik und Gewalt"?

      • Artur Möff

        @33079 (Profil gelöscht):

        "in Österreicht ausgestellten Papieren" das heißt noch lange nicht, dass er in Österreich gemeldet ist, sondern nur als Flüchtling registriert. Und wenn Sie den Artikel aufmerksam lesen, werden Sie auch auf die Info stoßen, dass er nach der Dublin-Vereinbarung nach Italien abgeschoben worden wäre.