piwik no script img

Feminismus im VatikanPlatzverweis für Femen

Eine Aktivistin darf das Gebiet des Vatikanstaates nicht mehr betreten. Sie hatte versucht, barbusig das Jesuskind aus der Krippe des Petersdoms zu stehlen.

ROM dpa | Eine Femen-Aktivistin, die an Weihnachten barbusig das Jesuskind aus der Krippe am Petersdom stehlen wollte, ist wieder frei. Jedoch dürfe die Frau nicht mehr das Gebiet des Staates Vatikanstadt, die Peterbasilika und „andere außerstaatliche Orte“ des Heiligen Stuhls betreten, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Samstag in Rom.

Die ukrainische Aktivistin wurde am ersten Weihnachtstag nach der Ansprache des Papstes und des Segens „Urbi et Orbi“ festgenommen, nachdem sie ihre Brust gezeigt hatte, auf der „Gott ist eine Frau“ stand. Femen-Mitglieder demonstrieren stets mit Oben-ohne-Auftritten für Frauenrechte.

Es war nicht die erste Aktion der Aktivistinnen gegen den Vatikan. Aber die Festnahme war bisher das schärfste Vorgehen des Mini-Staates.

Es sei nicht der erste und nicht der letzte Angriff auf den Vatikan gewesen, teilte die Gruppe auf Facebook mit. „Die katholische Kirche hat Frauen Jahrhunderte lang unterdrückt, und es ist Zeit, dass Feministen dagegen ihre Stimme erheben.“

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare