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Fast jeder zweite Seehund ist tot

Rund 40 bis 50 Prozent der Bestände in Europa sind nach Schätzungen von Forschern in diesem Jahr der Staupe-Epidemie zum Opfer gefallen

Fast jeder zweite Heuler in Europa ist nach Schätzungen von Forschern in diesem Jahr der Staupe-Epidemie zum Opfer gefallen. Das wurde bei einem Treffen von Wissenschaftlern aus mehreren Ländern bekannt, die ihre Forschungsergebnisse im niederländischen Texel erörterten. Das Internationale Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven hatte bis Ende November annähernd 22.000 tote Meeressäuger im Gebiet zwischen Irland und Norwegen registriert, das sind 40 bis 50 Prozent der Gesamtpopulation.

Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass ein ähnliches Staupevirus wie bereits 1988 für das Seehundsterben in diesem Jahr verantwortlich ist. Das aktuelle Virus weiche nur wenig von dem 14 Jahre zuvor wütenden Kranheitserreger ab. Der Erreger habe sich um etwa drei Prozent genetisch verändert. Der Ansteckungsweg sei jedoch nach wie vor ungeklärt. Mit Ergebnissen dazu werde in ein bis zwei Jahren gerechnet. dpa

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